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Analoge Kameras gegenüber IP-Kameras:
ein 12-Punkte Vergleich

 Beachten Sie diese 12 Punkte, wenn Sie Ihre Überwachung auf ein System mit IP-Kameras umstellen möchten.

Beachten Sie diese 12 Punkte, wenn Sie Ihre Überwachung auf ein System mit IP-Kameras umstellen möchten.

Eine analoge Kamera ist eine traditionelle Kamera, die in CCTV-Systemen eingesetzt wird. Sie sendet Video über Kabel an Videorecorder oder DVRs. IP-Kameras sind Digitalkameras, die die Signale über Kabel an ein Netzwerk senden, um sie dort zu speichern. Viele Überwachungskamera-Systeme sind heute Hybridsysteme, die sowohl analoge als auch digitale Komponenten verwenden.

1. Videoqualiät

IP-Kameras bieten insgesamt eine höhere Videoqualität als analoge Kameras. Sie haben einen grösseren Videobereich, wie zum Beispiel ein breites oder schmales Sichtfeld und eine bessere Zoom-in-Möglichkeit. Da sie echte digitale Signale übertragen, erlauben sie ein sehr detailliertes Videobild, so dass sie besser für die Gesichtserkennung oder zum Nachweis von Kennzeichen geeignet sind.

Analoge Kameras haben insgesamt eine geringere Bildqualität als IP-Kameras, aber eine bessere Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen. Analoge Kameras verfügen über begrenzte Videobereiche und bieten nicht die Zoom-in Klarheit von IP-Kameras. Wenn Sie analoge Bilder vergrössern, ist das Ergebnis ein körniges, abgebautes Bild. Wenn Sie eine analoge Kamera nutzen, können Sie beispielweise nicht - wie oft im TV-Krimi gezeigt - durch Zoomen den Täter erkennen und stellen.

2. Auflösung

Im Allgemeinen bieten digitale Kameras Auflösungen, 6 bis 20-mal höher als analoge Kameras.

Analoge Kameras sind auf die Auflösungen des NTSC/PAL-Standards von 720 x 480 Pixel (NTSC)/575 (PAL) bzw. 0,4 Megapixel (4CIF) begrenzt. Ihre Auflösungen reichen von 420 bis 700; die im oberen Bereich durchaus scharfe Bilder erzeugen.

IP-Kameras bieten Auflösungen von 1,3 bis 5 Megapixel (2560 x 1920) mit komprimierten und kodierten Bildsignalen. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, ein weitaus breiteres Sichtfeld abzudecken oder weit detailliertere Bilder in engen, Zoom-in-Ansichten zu betrachten.

3. Übertragungsmedien

Traditionelle, analoge Kameras verwenden Verbindungen über Koaxialkabel. Sie können über Twisted-Pair-Kabel oder per Funkanbindung arbeiten, allerdings mit geringerer Auflösung.

IP-Kameras übertragen ihre Signale über Twisted-pair Koaxialkabel oder wireless.

4. PoE-Fähigkeit

Einer der Vorteile von IP-Kameras ist, dass sie über das Ethernetkabel auch mit Strom versorgt werden können, so dass keine Netzkabel und Netzdosen am Installationsort der Kamera benötigt werden.

Ältere analoge Kameras sind nicht PoE-fähig und benötigen eine weitere elektrische Verbindung für die Stromversorgung.

5. Wireless

IP-Kameras mit WLAN-Verbindungen können eine sehr praktische Lösung für Bereiche sein, in denen die Kabelinstallation schwierig oder teuer ist. WLAN gibt es auch in Gebäuden, in denen es unpraktisch oder unmöglich ist, Kabel zu verlegen wie beispielsweise Häuser unter Denkmalschutz.

6. Distanzen

Analoge Kameras können Video bis über 1,5 Kilometer auf Twisted-Pair-Kabel senden und bis zu 300 Meter über Koaxialkabel. Aber analoge Übertragungen verlieren an Klarheit, wenn die Entfernungen größer werden und wenn das Signal von einem Format in ein anderes konvertiert wird.

IP-Kameras können digitales Video bis auf 100 Meter über Twisted-Pair-Ethernet-Kabel und unbegrenzte Entfernungen innerhalb eines TCP/IP-Netzwerks senden. Da die Bilder digital übertragen werden, behalten sie 100% ihrer Klarheit über große Entfernungen auch wenn das Signalformat konvertiert wird.

7. Intelligenz und Management

IP-Kameras bieten Netzwerk-Intelligenz und Fernverwaltung. Sie können Bilder und verschiedene Bildausschnitte an verschiedene Empfänger gleichzeitig streamen. Auch zusätzliche Aufgaben wie das Senden einer Nachricht bei der Erkennung einer Bewegung sind möglich.

8. Einfache Installation

Analoge Kameras benötigen mehr Verkabelung als IP-Kameras. Sie brauchen zum Beispiel ein separates Kabel, um die Schwenk-, Neige- und Zoom-Funktionen zu steuern. Auch für Audioübertragungen ist ein anderes Kabel erforderlich. Somit erfordert eine analoge Kamera bis zu drei separate Kabel: Strom, Audio und Video.

IP-Kameras nutzen nur ein einziges Kabel für die Übertragung von Strom, Video, Audio, PTZ-Kontrolle und Steuerungsdaten.

9. Sicherheit

Analoge Kameras sind viel anfälliger für Sicherheitsverletzungen, da ihre Feeds physisch abgefangen werden oder Bänder und Aufnahmegeräte gestohlen werden können. Analoge VideoFeeds werden auch nicht verschlüsselt.

Es ist schwerer die Daten von IP-Kameras abzufangen. Sie werden vor dem Transport verschlüsselt und komprimiert. Sie können zudem über sichere VPN-Tunnel gesendet werden.

10. Zuverlässigkeit

Analoge Überwachungskameras gibt es schon seit mehr als einem halben Jahrhundert und sie haben eine lange Geschichte der Zuverlässigkeit.

IP-Systeme bieten Zuverlässigkeit aufgrund der Datenverschlüsselung und Kompression. Sie sind so zuverlässig wie das Netzwerk auf dem sie arbeiten. Mit Backup-Systemen können Ausfallzeiten minimiert werden.

11. Ausbaufähigkeit

IP-Kameras bieten eine höhere Ausbaufähigkeit und Skalierbarkeit als analoge Kameras, weil ihre Anforderungen an die Verkabelung weniger komplex sind. Wenn Sie auf IP-Kameras umsteigen, ist es aber immer noch möglich, die vorhandene Kabelinfrastruktur durch den Einsatz von Konvertern und Extendern zu nutzen.

12. Kosten

IP Kamera-Systeme werden häufig als teurer im Vergleich zu analogen Systemen eingestuft, da der Preis einer IP-Kamera höher als der einen analogen Kamera ist. Betrachtet man aber die Gesamtkosten, so ist der Preisunterschied weit geringer als von vielen erwartet. Das liegt zum einen an den geringeren Kosten für die Verkabelung, Aufnahmegeräte und Wartung zum anderen an stetig sinkenden Kosten für die IP-Geräte.

Die Kosten können auch durch den Einsatz der IP-Kameras mit der vorhandenen Kabel-Infrastruktur gesenkt werden. In diesem Fall müssen zusätzliche Extender und Konverter eingesetzt werden, die aber wesentlich günstiger als eine Neuverkabelung sind.